Berlin (zweiter Teil)

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Jul 18, 2019 03:15
Berlin (zweiter Teil)

Aaron: Mir war auch überraschend, dass Berlin so viele Gedenken, Denkmale und geschichtliche Orten einschließt. Natürlich gibt es Gedenken für all die Gruppen, die im Holocaust verfolgt wurden, aber auch gibt es Denkmale für Georg Elser, Gotthold Lessing usw. Es gibt viel mit dem zweiten Weltkrieg zu tun. Ich hatte die Wichtigkeit Berlins im dritten Reich wirklich nicht erkannt.
Michael: Du weißt, Berlin war die Hauptstadt Deutschlands unter der Regel der Nazis, oder?
Aaron: Ja. Ich vermute, ich hatte keine ausreichende Zeitmenge daran gedacht, um mir die wahren Auswirkungen der Nazis in Berlin vorzustellen.
Michael: Na ja, weshalb sind wir hier. Und was hast du über die Rhetorik der Nazis und ihre Auswirkungen in Berlin gedacht?
Aaron: Ähm… die Auswirkungen ihrer Rhetorik habe ich eigentlich nicht so viel bemerkt, aber eine interessante Sache war der Mangel des größten Teiles der Berliner Mauer. In einem Sinn vertretet dieser Mangel die Einheit Deutschlands und natürlich glaube ich, die Entfernung der Grenzen ist eine wichtige Sache, insbesondere wenn die Grenzen so viele Kämpfe ausgelöst haben. Trotzdem denke ich, die Berliner Mauer ist ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte und so wie mit dem Holocaust musst man sie nicht vergessen, deshalb wird man diese Geschichte niemals wiederholen. Ich wünsche, ich könnte diese Woche mehr Zeit mit dem Berliner Geschichte außer der 30er und 40er Jahre verbringen. Ich weiß nicht viel vom „Kalten Krieg“.
Michael: Ja, die Berliner Geschichte ist sehr komplex und detailliert, oder? Aber natürlich konnte alles das in unserem Stundeplan leider nicht passen. Es freut mich dennoch, dass du hast ein Interesse dafür während dieser Reise entwickelt.
Aaron: Vielleicht lerne ich später mehr darüber und eventuell kehre selbst nach Berlin wieder.
Michael: Ausgezeichnet. Ich glaube, wenn ich irgendwo umziehen sollte, wäre Berlin am höchsten in meiner Liste.
Aaron: Wieso?
Michael: Es ist schön, voller Geschichte und Kultur, effizient, billig, und am wichtigsten rechtzeitig.
Aaron: Haha, echt. Ich stimme auch zu, dass es schön ist. Der Besuch zum Schloss Sanssouci war echt wunderschön. Aber ich wollte Ihnen fragen, weshalb wir dahin besucht haben.
Michael: Also ist es wesentlich für die Schönheit selbst und für ein wenig Entspannung und Sightseeing. Es hat nichts mit unseren akademische Arbeit zu tun. Auch ist das nicht wirklich Berlin, sondern Potsdam.
Aaron: Ich freue mich trotzdem, wir konnten dort besuchen. Als Erstes dachte ich, ich wurde lieber am Dienstag statt Freitag frei haben und das Schloss nicht besuchen, aber ich hatte nicht erkannt, wie schön es wäre. Und ich denke, dieser Besuch hat doch eine Verbindung mit unserem Studium.
Michael: Ach, wirklich? Was ist sie denn?
Aaron: Ähm… es beiträgt einen stärkeren Zusammenhang zwischen den Ort und… die Geschichte… ja, vielleicht haben Sie recht. Es ist dennoch ein Teil der örtlichen Geschichte. Das Schloss hat mir sehr gefallen auf jeden Fall.
Michael: Sehr gut. Ich hatte geglaubt, dass ihr eine leichtere Tätigkeit gebraucht hat, nachdem wir den Tag zuvor nach Wannsee gegangen waren.
Aaron: Ja, genau. Wannsee war ein schwerer Ort anzusehen. Die Schönheit der Umgebung des Gebäudes hat die Schrecklichkeit von alles, was drinnen passiert ist, nur verstärkt. Es ist mir noch fast unmöglich zu glauben, obwohl wir so viel in den letzten Wochen über diesen Taten gelernt haben.
Michael: Leider müssen wir die schwersten Sachen noch in Auschwitz ansehen.
Aaron: Ja. Ich sollte mich vorbereiten, dorthin am Donnerstag zu gehen.
Michael: Jeder muss selbst an diesen Sachen nachdenken, um sie besser zu verstehen. Es ist wichtig, dass wir sie sehen, weil nur die schwersten Taten, die die Menschen getan haben, können uns auslösen, die Wichtigkeit des Lebens und die grundsätzlichen Menschenrechte zu greifen.
Aaron: Genau.
Michael: Vielleicht lassen wir diesen Punkt bis zu unserer Ankunft in Polen, um weiter nachzudenken.
Aaron: Alles klar.
Michael: Ich hoffe, im Allgemeinen hast du bei dieser Station viel gelernt.
Aaron: Definitiv. Und auch viele wichtige und lustige Erfahrungen gehabt. Ich möchte wissen, was war das lustigste Ereignis in Ihrer Meinung?
Michael: Na ja, das Gruppenabendessen war ausgezeichnet, oder?
Aaron: Haha, genau. Ich muss mich unbedingt bei Markus für die Empfehlung bedanken.
Michael: Natürlich. Also, hast du sonst was über Berlin zu sagen?
Aaron: Ich glaube, nach unserer Unterhaltung merke ich, dass am Ende habe ich viel in Berlin erfahren, sogar wenn es nicht war, was ich erwartet hatte.
Michael: Großartig. Dieses Auslandsstudienprogramm existiert für den Zweck neuer Erfahrungen zu haben und neue Information zu lernen, dass man wirklich nicht in seinem eigenen Land lernen kann. Deswegen habe ich schwer gearbeitet, diese Reise zu ermöglichen.
Aaron: Ich danke Ihnen dafür, weil es ist wirklich eine Gelegenheit, die einmal im Leben erscheint. Nun, tut mir leid, dass ich unsere Unterhaltung jetzt so plötzlich beende, aber ich muss mein Frühstück beginnen, sodass ich rechtzeitig fertig machen kann!
Michael: Haha, du musst erinnern, dass wir jetzt mit der deutschen Zeit betreiben!
Aaron: Genau. Tschüss!
Michael: Bis bald!