Auschwitz (Entwurf)

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Jul 19, 2019 01:03
Auschwitz (Entwurf)

Dieser Eintrag handelt von ein sensibles Thema.

Während des zweiten Weltkrieg begingen die Nazis zahlreiche Gräueltaten gegen die ganze Menschheit. Sie töteten über eine Million Juden in einem einzigen Ort—dem Konzentrationslager Auschwitz. Heute haben wir diesen Ort besucht, um Ehrfurcht vor den Toten zu zeigen und zu versichern, dass ihr Leiden nie vergessen werden. Es ist unmöglich, selbst einen Bruchteil ihrer furchtbaren Erfahrungen zu begreifen, aber wir mussten es auf jeden Fall versuchen, an den Opfer zu erinnern und zu respektieren. Mit einem besseren Kenntnis des Schlimmstes der Taten der Menschheit kann man die menschliche Gesellschaft und Verhalten besser verstehen. Ich hoffe, dass Staatsoberhäupter, Politiker und Philosophen das Ausmaß dieser Tragödie erkennen, so dass sie die Gewalt und den Schaden, zu der der Mensch fähig ist, einsehen können und diese Phänomenen in der Zukunft verhindern können.
Wir verließen das Hotel in Krakow um 8 Uhr. Im Bus schauten wir ein Video über Auschwitz an. Es handelte von der allgemeinen Geschichte des Konzentrationslagers und die Taten, die drin stattfanden. Davor wusste ich eine kurze Geschichte des Orts—die Völker, die dort verfolgen wurden; die Lebensbedingungen der Gefangener; der Zeitraum, in dem das KZ aktiv war. Trotzdem habe ich die Bedingungen im KZ zum ersten Mal beim Anschauen dieses Videos klar erkennt. Ich sah Videoclips abgemagerter Babys und Fotos großen Leiden. Ich sah Menschen, die aus dem Hunger starben. Diese Bilder haben mich daran erinnert, wie schrecklich der Holocaust war und wie sinnlos die Menschen sich untereinander verhalten können. Es gab keinen Grund, auf dem die Nazis die Juden quälen sollten, aber sie machten es zehn Jahre lang dennoch und niemand hatte sie bis 1945 erfolgreich aufgehalten. Nachdem ich das Video ansah, hatte ich wirklich Angst, das KZ zu besuchen.
Wir besuchten zuerst Auschwitz I, das erste Konzentrationslager in Auschwitz. Es wurde ursprünglich gebaut, um polnische politische Gefangener zu behalten. Rudolf Höss hat den Standort nach einer langen Suche ausgewählt und wurde danach den Kommandant des Konzentrationslagers. Dieses Lager ist kleiner als das bekannteres KZ Auschwitz-Birkenau, das zwei oder drei Kilometer davon entfernt ist. Als wir ankamen, merkte ich sofort die Mengen Touristen im Parkplatz. Ich hatte vermutet, dass es einige andere Besucher geben würde, aber es gab hunderte Menschen dort. Zum Glück waren die meisten Touristen ehrfürchtig.
In Auschwitz I bestanden die meisten Gebäude aus Ziegelstein. Abgesehen von den Drahtzäune sah mir das Lager anfangs wirklich wie ein altes Dorf aus. Die hohe Bäume, die die Straßen entlang wuchsen, die Backsteingebäude und die Sonne, die diesen Tag schien, waren sehr gegensätzlich zu den Schrecken, die in den Gebäuden stattfanden. Aber drinnen ist alles verändert.
Wir besuchten mehreren Gebäude in Auschwitz I. Unser Reiseführer sagte uns im Funksprechgerät über die Geschichte des Konzentrationslager. An die Wände gab es Fotos und Artefakte. Er hat viele Information erzählt und es war mehr, als ich derzeit verarbeiten könnte, also erinnere ich mich nicht alles daran. Dennoch gibt es einige Ausstellungsstücke und Tatsachen, die mir besonders wichtig schienen oder die ich besonders daran erinnerte.

Unser Reiseführer zeigte uns ein paar Fotos, die von dem Gefangener selbst genommen wurden.

Ich nahm kaum keine Fotos bei Auschwitz. Der Reiseführer hat uns die Aufnahme der Fotos genehmigt, aber ich wollte das nicht, außer Respekt für die Ereignisse, die dort passiert sind. Jetzt wünsche ich, ich hätte mehr Fotos genommen, um jedes Stück des Lagers weiter zu bedenken und es niemals zu vergessen. Bei meinem Besuch lernte ich heute, dass einige der ersten Menschen, die im Auschwitzmuseum und -denkmal arbeiteten, die Überlebender des Lagers selbst waren. Das hat mich einerseits überrascht, aber andererseits verstehe ich, sie könnten wollen, dass jeder kann über ihr Leiden lernen und dass die Welt sich immer daran erinnert. Am Ende blieben wir nur dreieinhalb Stunden lang bei Auschwitz und ich glaube, das ist natürlich nicht genug Zeit, um das Leiden von Millionen Menschen für zehn Jahre zu verstehen.
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