Heidelberg

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Aug 5, 2019 00:20
Heidelberg
3. August 2019
Gerade sitze ich neben dem Neckar an einem schönen Nachmittag in der hübschen Stadt Heidelberg. Der Wind rauscht ruhig durch die Bäume, Boote und Schiffe treiben träge entlang das Wasser, Radfahrer kommen durch die Straßen, und alle sind entspannt. Das ist ein typischer Sommertag in Heidelberg, der von Hügeln und Bergen umgeben ist, die von Bäumen gesäumt sind. Es ist eine ziemlich kleine Stadt--es hat nur 130.000 Einwohner. Wirklich fühlt Heidelberg sich wie keine Stadt an. Die alte Gebäude und der allgemeine Ruhig der Bevölkerung erinnern man an ein großes Dorf, eine Hafenstadt und ein Gebirge gleichzeitig. Anfangs glaubte ich, Heidelberg wäre zu klein oder zu weit von der Zivilisation entfernt, um mir wirklich zu gefallen, aber diese Woche hat meine Meinung sicherlich verändert.
Am ersten Tag unseres Aufenthaltes führte Markus einen kurzen Stadtrundgang. Ich lernte bald, die Universität von Heidelberg hat einen großen Einfluss auf die Stadt. Die Gebäude der Uni befinden sich überall, so wie mit den meisten deutschen Universitäten. Eines Tages hatten wir ein Seminar in einem Klassezimmer der Uni. Wir sahen nicht vieles von der Uni, aber es war interessant, die unterschiedlichen und die ähnlichen Merkmale zu sehen, die als den amerikanischen Universitäten anders waren. Leider hat die Uni keine Klima-Anlage, deshalb erfuhren wir einige sehr heiße Stunden am Nachmittag. Derzeit lehrt Markus über die Philosophie an der Uni. Ich sah ein Poster für das SoSe (Sommer Semester) an der Wand. Ich glaube, die Sommervorlesungen sind jetzt vorbei, aber ich bin nicht ganz sicher. Auf jeden Fall war es interessant, eine Uni von einem anderen Land zu entdecken.
Wir blieben länger in Heidelberg als in jeder andere Stadt. Wir kamen am 27. Juli in Heidelberg an und morgen (der 4. August) fahren wir nochmals ab. Das liegt daran, dass der erste Teil unseres Auslandsstudienprogramms am 30. Juli endete. Ein paar Menschen flogen nach Amerika zurück und eine neue Lehrassistentin (Meredith) schloss sich uns auch an. Jedoch waren wir die ganze Zeit nicht in Heidelberg--wir nahmen drei eintägigen Ausflüge aus diesem Bezirk unter. In Frankfurt traf ich einen Freund, den ich von der High School kenne. Wir aßen zusammen zu Mittag und dann besuchten das Naturmuseum Senckenberg. Dort sahen wir ein paar Dinosaurier-Skelette an und lernten wir ein wenig über die Geschichte der Erdteilen. Es war eine angenehme Pause von all den Geschichte-Museen, die wir im letzten Monat besuchten. Auch schätzte ich die Gelegenheit, meinen Freund in einem anderen Land zu sehen. Er reist jeden Sommer nach Deutschland, um seine Großmutter und andere Verwandten zu sehen. Ich fand es sehr cool, dass wir uns so weit von zu Hause entfernt sehen konnten.
In der Pfalz wanderte ich auf einigen Spuren mit meinen Klassenkameraden, aßen wir zu Mittag in einem Café mitten in den Bergen und dann fuhren wir für eine halbe Stunde im Boot auf einem kleinen See. Nachmittags besuchten wir einen Weinberg und probierten manche verschiedene Arten von Wein, dann aßen wir zu Abend in einem authentischen pfälzischen Restaurant.
In Tübingen hatten wir eine Gast-Vorlesung über die Geschichte des Lehrens von Rhetorik in Deutschland. Tübingen ist auch mitten in den Bergen und hat ein Schloss, aber da wohnen nicht so viele Leute. Ich fand es faszinierend, dass wir in einem Klassezimmer waren, wo Michael gelernt und auch gelehrt hatte. Nachmittags machten wir eine Gondel-Tour entlang den Fluss mit. Unser Reiseführer Ari erzählte uns viele interessante Geschichten über sein Leben und seine Erfahrungen im Fachbereich von Rhetorik an der Uni.
Nach unserem letzten Seminar der Woche ging ich durch die Stadt spazieren. Es war Freitag und davor hatte ich ein paar Zeichen über einen sogenannten „Klimatanz“ in einem der Hauptplätze bemerkt. Die Zeichen warben, dass er die letzte Chance war, um zu tanzen, weil die Auswirkungen der Menschheit auf die Umwelt sie zerstören würden. Diese Veranstaltung fing um 16:00 Uhr an und unsere Vorlesung hatte an dem Tag früh geendet, also hatte ich mehr Zeit, um durch die Stadt herumzuwandern. Deshalb entschied ich mich, mir diesen Tanz für eine kurze Weile anzuschauen. Als ich ankam, hielt ein kleines Mädchen eine Rede über die Bewegung gegen die Klimawandel. Danach tanzten alle durch die Straßen. Es war ein seltsames Ereignis, insbesondere in einer so kleinen Stadt zu sehen, aber ich verstehe, dass die Leute Veränderung von den Politikern und dem Publikum wollen. Dann wanderte ich entlang den Philosophenweg. Er ist ein schöner Pfad mitten in der Wald an der Seite eines Berges. Anfangs plante ich, den Königstuhl zu bewandern, aber Michael empfiehl diesen Pfad im Lehrplan und die andere Wanderung wäre zu lang für den Abend. Ich wanderte bis zum Gipfel auf verschiedenen Pfaden. An der Spitze gibt es Ruinen von zwei Klöstern und ein Amphitheater, das die Nazis bauten. Ich war auch ein bisschen überrascht, da oben einen Biergarten zu finden.
Am freien Tag ging ich mit einer kleinen Gruppe zum Schloss. Da kann man ganz Heidelberg ansehen. Auch gibt es einen riesigen Fass im Keller vom Schloss, der ehemals komplett voller Wein war. Danach kamen wir wieder herunter und gingen zum Marktplatz, um uns etwas Essen zu holen.
In Heidelberg hatten wir alle einige Schwierigkeiten, weil wir unsere Aufsätze beenden mussten. Diese Woche war zum Glück nicht so heiß wie in Nürnberg, aber unser Hotel hat keine Klima-Anlage und mein Zimmer war am 4. Stock, also mussten wir den Lüfter jede Nacht anlassen. Meine Allergien lösten manche Probleme während der Woche aus und da half der Mangel der Klima-Anlage auch nicht. Aber schließlich bin ich sehr froh, dass wir eine schöne Woche in Heidelberg verbringen konnten, sogar wenn die Stadt selbst nicht so viel mit unseren Studien zu tun hat. Es war eine schöne Pause von all den großen Städten und es hat mir an die Entspannung und die Charme von der Natur erinnert.