Genf

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Aug 11, 2019 05:42
Genf
10. August 2019

Meine erste Erfahrung in der Schweiz war die einzige richtige Art, in dem man ein Land erstmals entdecken kann: an einer Tankstelle zu halten. Ich hatte dieselbe Erfahrung in Polen und ich glaube, es gibt man eine interessante erste Perspektive auf die Sprache, die Währung, die Kultur und das Essen eines Landes in etwa zehn kurzen Minuten. Als wir aus dem Bus ausstiegen, war ich ziemlich müde und ein bisschen verwirrt. Deshalb ist es keine Überraschung, dass ich gerade in die Toilette ging, ohne zu bemerken, es war eine einzelne Toilette. Diese Situation löste ein wenig Verlegenheit aus, für mich sowie die Leute an der Reihe. Aber glaube ich, es fühlte sich aus irgendeinem Grund aber nicht so peinlich, wie es in einem englischsprachigen Land fühlen würde. Danach ging ich drinnen und sah verschiedene Arte von Essen, inklusive eine Reihe von Toblerone-Schokolade-Riegeln. Ich suchte etwas Leckeres und Billiges zu Mittag zu essen, aber das Beste, was ich finden konnte, war ein überteuertes Brezel-Sandwich. In dem Moment wusste ich, ich war in der Schweiz.
Trotz des ersten Absatzes möchte ich kein schlechtes Bild von der Schweiz aufbauen. Sie hat viele positive Merkmale und ihre Landschaft ist ziemlich schön. Genf ist eine sehr schöne Stadt insbesondere. Bevor ich in Genf ankam, ich wusste nur ein bisschen darüber. Die Preise sind hoch, das Wasser ist klar und da gibt es die Zentrale der Vereinigten Nationen. Aber als ich die Stadt wirklich erfuhr, entdeckte ich viel mehr über die örtliche Kultur und die Lebensweise. Von jedem Ort kann man die Alpen und ihre schneebedeckte Gipfel sehen. Der Genfersee ist riesig und schön und das Wasser darin hat eine faszinierende blaugrüne Farbe. Ich habe keinen allgemeinen Eindruck der Genfer Einwohner, aber das ist wahrscheinlich weil wir im Rotlichtviertel blieben. Öffentliche Boote fahren über den See alle halbe Stunden und es gibt auch öffentliche Strände, die für das Schwimmen perfekt geeignet sind. Die Küche schmeckt sehr gut, obwohl sie so teuer ist. Sie hat Einflüsse von den italienischen und französischen Küchen, aber es gibt auch eigene Schweizer Gerichte, insbesondere Fondue. Die Mischung von verschiedenen Sprachen und Kulturen macht Genf mehr lebhaft und es ist ein anregender Ort zu erfahren.
In Genf verbrachten wir eine Menge Zeit im Klassezimmer. Wir hatten viele EGMR-Prozesse, Disputationen und Aufsätze zu diskutieren und auch ein paar Präsentationen von den Studenten geführt. Jetzt haben wir ins Thema von den Menschenrechten völlig gewechselt. Wir redeten über die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die EMRK, das Rote Kreuz und andere moderne Anwendungen von den Menschenrechten. Vor dieser Reise hatte ich nicht viel an den Nachrichten beachtet, aber jetzt lernen wir über so viele Fälle, die etwas mit den Menschenrechten zu tun haben, und ich erfahre dadurch viel über den aktuellen Zustand der Politik und der Welt.
Die Disputationen sind eine interessante Weise, die Regeln der Logik zu entdecken und die Funktionsfähigkeit von verschiedenen Thesen zu prüfen. Der Angeklagter wählt eine These aus und dann erzählt diese These zum Gegner, zusätzlich zu einer kurzen Beschreibung von den Gründen, für die die These sinnvoll ist. Danach stellt der Gegner dem Angeklagten eine Serie von Fragen, um seine These zu prüfen und vielleicht interessante Prämissen herauszufinden. Am Ende sucht der Gegner drei Prämissen aus, die ziemlich unbeliebt oder seltsam sind, und der Angeklagter kann eine Verteidigung geben. Ich wusste davor nicht, das Disputation-Format ist eine Erfindung von Markus und Michael.
An den letzten beiden Tagen in Genf gingen wir alle zum Strand „Bains des Pâquis“. Das ist das erste Mal während dieser Reise, in dem ich geschwommen bin. Wir planten nur für ein paar Stunden zu bleiben, aber es gibt so viel zu tun, dass wir uns entschieden, den Rest des Tages dort zu verbringen. Es gibt viel Platz, seine Badetücher und anderes Zeug zu legen. Natürlich kann man im See schwimmen, aber auch gibt es im Wasser eine Kletterwand, eine Seilrutsche und drei Sprungbrette unterschiedlicher Höhen. Der Strand hat auch ein Restaurant, einen Bar, Live-Musik, einen kleinen Leuchtturm usw. Man muss auch den Jet d‘Eau nicht vergessen. Es war eine schöne wenig Entspannung von der Arbeit der Woche und es ist wirklich hübsch. Der Eintritt kostet nur zwei Franken und ich glaube, das war eine der besten Kaufen, dass ich diese Woche machte.
In Genf ging die Serie von deutschen Städten, die wir besuchten, schließlich zu Ende. Es war ein bisschen seltsam für mich, ins Französische zu wechseln. Ich hatte nicht seit langem mein Französisch benutzt, also kann ich jetzt nicht sehr viel. Vor ein paar Jahren lernte ich eifrig Französisch und träumte, nach Frankreich zu reisen. Jetzt ist es ein bisschen ironisch, dass ich die Gelegenheit habe, mein Französisch zu üben, aber ich kann besser auf Deutsch sprechen. Zum Glück sprechen viele Leute auch Englisch oder Deutsch zusätzlich zum Französisch, also gibt es bisher wenige Probleme mit dem Verständnis.