Nürnberg - die „deutscheste“ Stadt aller deutschen Städte

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Jul 28, 2019 00:36
Nürnberg - die „deutscheste“ Stadt aller deutschen Städte
22. Juli 2019
Vor unserer Ankunft in Nürnberg hatte ich schon erwartet, dass es mir gefallen würde und ich hatte recht. Die hübsche Innenstadt, die Straßen aus Kopfsteinpflaster, der Baustil, die örtliche Küche, alle Teile dieser Stadt beitragen zu ihrer Charme und einmalige Eigenschaften. So wie in allen Städten, die wir schon besuchten, wünsche ich, wir könnten mehr Zeit hier verbrauchen. Ich blieb den größten Teil meines Aufenthaltes nur in ein paar Standorten und ich verließ kaum die Innenstadt. Leider ist es eine Notwendigkeit des Reisens, dass man jeden Ort schließlich verlassen musst. Hier erzähle ich ein paar Geschichten über meine Erfahrungen in Nürnberg.
Stell dir mal vor, dass du eine Welt voller Musik erforscht. Gitarren, Saxophonen und Klaviere hörst du überall. Die Leute essen und trinken, die Essensstände entlang der Straßen verkaufen alle mögliche Imbisse und in der Luft kann man ein allgemeines Zufriedenheit spüren. Um jede Ecke gibt es Musiker, Bands, offene Gitarrenkoffer mit Stapeln von Münzen darin. Das ist der „Bardentreffen“, ein der größten Musikfeste unter freiem Himmel in ganz Deutschland. Dort kann man jede Art von Musik hören, von Pop bis Rock bis klassische Musik. Es gibt eine Plattform, auf der die offiziellen Musiker ihre Musik spielen, aber es gibt auch Amateurmusiker durchweg die Innenstadt. Ich hörte einen besonders talentierten Jungen auf dem Marimba spielen, ein Pärchen mittleren Alters auf Gitarren, eine Band von Teenagers, die ihre eigenen Lieder auf Deutsch sangen. Es gab aus den Sänger eine überraschende Anzahl, die auf Englisch sangen. Der Eintritt zum Fest ist kostenlos, aber einige Musiker verkauften ihre CDs aus ihren Gitarrenkoffern (und natürlich kann man auch Essen kaufen). Es erinnerte mir an den Zeiten, in dem ich Klavier spielte. Es gefällte mir sehr, so viele Instrumenten gleichzeitig zu hören und die Energie der Mengen zu spüren. Im Allgemeinen war dieses Fest eine angenehme Überraschung an unserem letzten Tag in Nürnberg.
Am Dienstag machten wir eine Tour des Reichsparteitagsgeländes mit. Aber es war keine normale Tour--wir fuhren auf Segways. Es ist ein riesiger Ort und wir hatten eine begrenzte Zeitmenge, deshalb konnten wir nicht zu Fuß gehen. Meine Universität sagte, dass Fahrräder gefährlich sind und dass wir auf ihnen nicht fahren kann. Darum gab es nur eine andere Option: Segways. Hier ist meine Darstellung dieses Ereignisses:
Ich trat vorsichtig aufs Segway, zuerst mit meinem rechten Fuß, dann mit dem linken. Das Segway fing an, sich nach vorne zu bewegen und ich hatte ein seltsames Gefühl. Es war eine Herausforderung zu lernen, wie ich das verdammte Gerät kontrollieren konnte, aber nach ein paar Minuten perfektionierte ich das Lehnen des Körpers zum Kontrollieren des Segways. Ich raste über dem Parkplatz im Schildkröte-Modus beim höchsten Tempo von 7 km/h und in dem Moment erkannte ich, ich war der mächtigste Mann auf der Welt. Ich bereitete mich vor, über die ganze Reisegruppe zu regieren. Ich hatte ein klares Bild im Kopf. Durch das Reichsparteitagsgelände würde ich fahren, endlich von der strengen Regel der grauen Familie befreit. Ich hätte riesige Felde, Stadions, Kongresshallen gehabt, alle für mich. Von meinem Segway konnte ich die Welt überwachen, das Königreich, das ich seit lange verdient hatte. Die Große Straße wäre meinen eigenen Spielplatz geworden. Die größten Freuden im Leben kann man nur auf einem Segway wirklich auskosten. Für einen Augenblick spürte ich die Bewegung der zwei Räder unter meinen Füße und die Vibration der Lenkstange, die mir eiskalt den Rücken runter lief. Ich dachte, das war der Höhepunkt des Laufes meines Lebens. Jedoch hat alles im nächsten Moment verändert. Meine Herrschaft konnte nie länger friedlich dauern, da Michael sofort danach auf seinem eigenen Segway vorbeieilte. Aber das war nicht alles. Er hatte das Schildkröte-Modus deaktiviert und dann fuhr er bei acht km/h. Dann begann der Krieg.
Eines anderen Tages machte ich einen lustigen Ausflug mit ein paar zusätzlichen Studenten mit. Es war das Ende des heißten Tages seit lange in Nürnberg. Die Sonne ging spät unter, gegen 21:30. Unsere Mägen waren voller Essen und unsere Herzen waren voller Kameradschaft. Alle hatten schöne Kleidung angezogen. In den Hotelzimmern machten wir uns fertig und redeten wir, während Musik aus den Lautsprechern spielte. Was war dieser Anlass? Natürlich würden wir gleich in den Karaoke-Bar gehen! Als Erstes waren wir fast die erste Leute im Bar, weil wir kurz nach seiner Öffnungszeit ankamen. Zum Glück kamen viele andere Leute ein bisschen später. Auch vergrößerte sich die Lust der Leute durch den Abend, zu singen und zu tanzen. Es spielten zu viele Lieder, um eine Liste davon zu schreiben, aber einige der Lieblingslieder unserer Gruppe waren „Breaking Free“, „Crazy in Love“, „Someone Like You“, „Bailando“ und „Poison“. Nochmal hat die große Anzahl englischen Lieder mich ein bisschen überrascht. Die ganze Nacht hörte ich nur zwei oder drei deutsche Lieder. Michael sagte uns auch, er würde vielleicht dazukommen, aber schließlich schlaf er früh leider ein. Ich hoffe, er kommt mit uns eventuell noch zu einem anderen Karaoke-Bar, da diese Reise nicht komplett wäre, ohne ihn ein Lied singen zu hören.
Es war interessant, das Reichsparteitagsgelände-Dokumentationszentrum und das Nürnberger-Prozessen-Memoriam zu besuchen und es war auch hilfreich, die Geschichte der Nazis besser zu verstehen. Ich kannte nicht einmal die Existenz des Reichsparteitagsgeländes, bevor wir das Doku-Zentrum besuchten. Mein aktuelles Verständnis des Begriffs ist, dass die Nazis planten jedes Jahr einen riesigen Parteitag in der Nähe von Nürnberg, um den Geist der Partei zu verstärken und Unterstützung für den Krieg zu erhalten. Es macht Sinn, dass die Nazi-Partei diesen Parteitagen veranstalteten, weil sie die Wichtigkeit der Rede und der deutschen Gemeinde sehr betonten. Das Doku-Zentrum hatte eine sehr gute Zusammenfassung der ganzen Geschichte der Nazi-Partei. Das Memoriam erklärte mir auch vieles über die Nürnberger Prozessen. Ich schätzte die detaillierten Informationen über jeden Angeklagter.
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