Opa (dritter Teil)

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Mar 5, 2014 19:55
Die japanische Schauspielerin Yonekura Ryoko und ich sind gleichaltrig. Im Jahr 2000 vollzog sie den Übergang von Topmodel zu Fernsehstar. Im Jahr 2000 vollzog ich keinen ähnlichen Übergang. Ich wohnte in Vancouver, Kanada, im Keller des Hauses meiner Cousins. Kein Geld, keine Arbeit, keine Freundin. Ich kümmerte mich um Alkoholismus und einem ernsten Problem mit Glückspiel. Es war keine glückliche Zeit.

Eines Tages in November wachte ich auf, dann sah ich, dass es eine Nachtricht in meinem Handy gab. Es war mein Vater. Ich gab die Nachtricht wieder. "Opa ist gestorben" sagte die Stimme meines Vaters. "Verkehrt nach Toronto für die Beerdigung zurück." Ein sentimentaler Mensch, mein Vater. (Opa war sein Schwieger. Sein eigener Vater, mein anderer Großvater, starb zwölf Jahre früher nach einer langen Krankheit.)

Opa war 84 Jahre alt. Doch war ich ziemlich schokiert. Sein Gesund war nicht sehr schlimm. Er leidete an schlechten Nieren und Diabetes, aber davon abgesehen ging es ihm gut. Sein Geist war scharf bis zum Ende. (His mind was sharp ...) Ich weiß noch, dass er mich den lezten August anrief.

"Wie geht's mit der Arbeitssuche?"
"Schlecht, und bald werde ich kein mehr Geld." (Ich erzählte ihm nicht, wieviel ich am Casino verlor.)
"Du weißt, was du tun sollst? Du weißt, was du gleich zu Anfang einsteigen sollst? (You know what you should get in on?) ... Der Internet! Ich höre, dass er bald sehr groß sein werden."

Sein Geist war scharf, aber Opa war ein bisschen unzeitgemäß. (His mind was sharp, but he was a little behind the times.)

Früher bereite ich vor, um jenen Winter meine Großeltern in Kalifornien zu besuchen, daher war die Nachtricht sehr traurig für mich. Jetzt würde es immer zu spät für einen Besuch.

Nach dem Krieg wurde Opa Augenartz. Er trainierte in Chicago, aber wegen politischen und ökonomischen Grunden konnte er nicht in Amerika wohnen. Er war wütend. Ehrlich gesagt, Kanada gefiel ihm nie. Er sagte allen seinen Kindern (er hatte vier), nicht in Kanada zu wohnen, sondern einen Weg zu finden, in Amerika zu umzuziehen. Amerika ist, wo das Geld liegt, glaubte er immer. Zwei meiner Onkels zogen nach Amerika um. Meine Mutter wollte dortin auch gehen, aber sie verheiratete meinen Vater und wenn sie sich in Amerika angesiedelt hätten, wäre mein Vater in der amerikanischen Heer eingezogen, um den Vietnamkrieg zu kämpfen. Dahre wohnten sie in Toronto, wo ich aufwuchs.

Als die kanadische Regierung in den sechsiger Jahren sozialisierte Medizin einleitete, war das der Gipfel für Opa. Er hasste sozialiserte Medizin und jetzt hasste er Kanada. Er geiferte dagegen bei jeder Gelegenheit. Es war seit 20 Jahren lang die einzige Gesprächsthema am Esstisch. Nach sein jünstenem Kind aus dem Haus zogen aus, pensionierte er und zog nach Amerika um, erst nach Texas, dann nach Kalifornien.

(das Ende vom drittern Teil)
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