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Das Erdbeben, Teil 6
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Das Erdbeben, Teil 6
3.12.2011
Ich kann nicht glauben, dass nur eine Woche seit dem großen Erdbeben vorbei ist. Es fühlt wie ein Jahr. In Kanada beruhigt sich endlich meine Mutter. Alle ihre Freunde und Verwandte (auch Personen, die seit Jahren nicht ihr kontaktieren hatten!) ihr rufen an, und fragen, ob bei uns sicher ist. Eine Cousine meines Vaters, die in Florida wohnt, hat meinen Eltern angerufen und gesagt: Ihr müsst den Junge nach Hause zurückbringen! (als ob ich noch ein Teenager war.) Jetzt wenn sie iregendwo ausgeht, bringt meine Mutter immer eine Japankarte. Also kann sie zeigen: das ist wo das Erdbeben passierte, das ist wo Fandebach und seine Familie wohnt. Wenn jeder fragt, ob wir aus Japan umziehen soll, sagt sie: "Wenn es ein Umfall beim Atomkraftwerk in Windsor (300 km entfehrnt) gäbe, würdest Du aus Kanada fleigen?" Dann zeigt sie die Karte. Mutti hat sich wirklich beruhigt. Sie und mein Vater haben nicht ihr Besuch bei uns im Mai abgesagt und wir werden uns bald sehen. Toll. Mutti machte auch eine Liste von Menschen, die sie kontaktierte hatte, um über uns nachzufrangen. (She even made a list of people, who contacted her, to ask about us.) Diese Menschen werden dies Jahr ein Weihnachstenkarte bekommen. Nichts bekommen die Menschen, die haben nicht angerufen. Das ist meine Mutter!
Währenddessen hat das Alltagsleben hier gewechselt. Heute ist bei uns ein Ruhigtag und wir sind Einkäufe gefahren. Die Regierung schickt Essen und Strom zur Region geschlagte vom Erdbeben und Tsunami, also spart man jetzt überall Strom und unsere Stadt ist keine Ausnahme. Im Supermarkt wurden Halblichter abgeschaltet. Es gibt auch viele Einkaufenbeschränkungen (wie im Krieg!). Wenn man Brot will, kann man nur zwei Leibe kaufen. Dosenlachs oder Thunfisch kann man auch nur zwei kaufen. Eine Schachtel Natto (eine Art japanische Bohne) auch nur zwei. Reis: 10 kg. Heizöl: 36 Liter. Benzin: 40 Liter. Aber es gibt keine Beschränkungen für Obst, Gemüse, Bier, Fleisch oder Schokolade.
Ich habe Cello geübt und dann die Nachrichten auf französich aus Kanada im Internet angesehen. Es fühlt seltsam vom japansichen Erdbeben auf französisch zu hören. Aber ich finde, dass die Berichte aus Kanada und die Berichte hier in Japan ähnlich sind. Die Nachrichten sind nicht hysterisch wie bei CNN oder den anderen amerikanischen Netzwerken. Man hat immer noch nicht Strom beim Atomkraftwerke in Fukushima wiedergebracht. Man muß noch ein oder zwei Tage warten. Die Situation sich stabilisiert und die Schlechste ist vorbei, aber man weiß nicht die Spätfolgen, die sehr nervtötend ist. Mein Schwager (der Feuerwehrmann) ist vom Präfektur Miyagi nach Hause zurückgekommen. Er (wie alle Feuerwehrmänner) trag einen Strahlungsdetektor, wenn er Überlebende suchte. Glücklicherweise hatte er keine hohe Strahlungbelastung. Aber armer Schwager! Er hat keinen Tag zu sich ruhigen. Er muß morgen (in unserer Stadt) wiederarbeiten.
3.12.2011
Ich kann nicht glauben, dass nur eine Woche seit dem großen Erdbeben vorbei ist. Es fühlt wie ein Jahr. In Kanada beruhigt sich endlich meine Mutter. Alle ihre Freunde und Verwandte (auch Personen, die seit Jahren nicht ihr kontaktieren hatten!) ihr rufen an, und fragen, ob bei uns sicher ist. Eine Cousine meines Vaters, die in Florida wohnt, hat meinen Eltern angerufen und gesagt: Ihr müsst den Junge nach Hause zurückbringen! (als ob ich noch ein Teenager war.) Jetzt wenn sie iregendwo ausgeht, bringt meine Mutter immer eine Japankarte. Also kann sie zeigen: das ist wo das Erdbeben passierte, das ist wo Fandebach und seine Familie wohnt. Wenn jeder fragt, ob wir aus Japan umziehen soll, sagt sie: "Wenn es ein Umfall beim Atomkraftwerk in Windsor (300 km entfehrnt) gäbe, würdest Du aus Kanada fleigen?" Dann zeigt sie die Karte. Mutti hat sich wirklich beruhigt. Sie und mein Vater haben nicht ihr Besuch bei uns im Mai abgesagt und wir werden uns bald sehen. Toll. Mutti machte auch eine Liste von Menschen, die sie kontaktierte hatte, um über uns nachzufrangen. (She even made a list of people, who contacted her, to ask about us.) Diese Menschen werden dies Jahr ein Weihnachstenkarte bekommen. Nichts bekommen die Menschen, die haben nicht angerufen. Das ist meine Mutter!
Währenddessen hat das Alltagsleben hier gewechselt. Heute ist bei uns ein Ruhigtag und wir sind Einkäufe gefahren. Die Regierung schickt Essen und Strom zur Region geschlagte vom Erdbeben und Tsunami, also spart man jetzt überall Strom und unsere Stadt ist keine Ausnahme. Im Supermarkt wurden Halblichter abgeschaltet. Es gibt auch viele Einkaufenbeschränkungen (wie im Krieg!). Wenn man Brot will, kann man nur zwei Leibe kaufen. Dosenlachs oder Thunfisch kann man auch nur zwei kaufen. Eine Schachtel Natto (eine Art japanische Bohne) auch nur zwei. Reis: 10 kg. Heizöl: 36 Liter. Benzin: 40 Liter. Aber es gibt keine Beschränkungen für Obst, Gemüse, Bier, Fleisch oder Schokolade.
Ich habe Cello geübt und dann die Nachrichten auf französich aus Kanada im Internet angesehen. Es fühlt seltsam vom japansichen Erdbeben auf französisch zu hören. Aber ich finde, dass die Berichte aus Kanada und die Berichte hier in Japan ähnlich sind. Die Nachrichten sind nicht hysterisch wie bei CNN oder den anderen amerikanischen Netzwerken. Man hat immer noch nicht Strom beim Atomkraftwerke in Fukushima wiedergebracht. Man muß noch ein oder zwei Tage warten. Die Situation sich stabilisiert und die Schlechste ist vorbei, aber man weiß nicht die Spätfolgen, die sehr nervtötend ist. Mein Schwager (der Feuerwehrmann) ist vom Präfektur Miyagi nach Hause zurückgekommen. Er (wie alle Feuerwehrmänner) trag einen Strahlungsdetektor, wenn er Überlebende suchte. Glücklicherweise hatte er keine hohe Strahlungbelastung. Aber armer Schwager! Er hat keinen Tag zu sich ruhigen. Er muß morgen (in unserer Stadt) wiederarbeiten.
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Es fühlt sich an wie ein Jahr. [ODER: Es kommt mir vor wie ein Jahr.]
Alle ihre Freunde und Verwandte (auch Personen, mit denen wir seit Jahren keinen Kontakt hatten!) rufen [bei ihr?] an, und fragen, ob es bei uns sicher ist. [=ob mit uns alles in Ordnung ist.]
Eine Cousine meines Vaters, die in Florida wohnt, hat meinen Eltern angerufen und gesagt: "Ihr müsst den Jungen nach Hause zurückbringen!"
(als ob ich noch ein Teenager wäre.) Wenn sie jetzt irgendwohin ausgeht, dann nimmt meine Mutter immer eine Karte von Japan mit.
So kann sie zeigen: da ist das Erdbeben passiert, dort ist, wo Fandebach mit seiner Familie wohnt.
Wenn jemand fragt, ob wir nicht aus Japan wegziehen wollen, sagt sie: "Wenn es einen Unfall beim Atomkraftwerk in Windsor (300 km entfehrnt) gäbe, würdest Du aus Kanada wegfliegen?" Dann zeigt sie die Karte.
Sie und mein Vater haben ihren Besuch bei uns im Mai nicht abgesagt, und wir werden uns bald sehen.
Mutti hat sogar eine Liste von Menschen aufgestellt, die sie kontaktierte hatten, um sich über uns [und unser Wohlergehen] zu erkundigen.
(She even made a list of people, who contacted her, to ask about us.) Diese Leute werden dieses Jahr eine Weihnachtskarte von ihr bekommen.
Die Menschen, die nicht angerufen haben, bekommen keine.
Währenddessen hat das Alltagsleben hier gewechselt. ["Meanwhile everyday life here has changed?" This would be:] Inzwischen hat sich der Alltag hier verändert.
Heute ist bei uns ein arbeitsfreier Tag [an einem Ruhetag haben auch die Geschäfte normalerweise zu] und wir sind zum Einkaufen gefahren.
Die Regierung schickt Essen und Strom in die von Erdbeben und Tsunami betroffene Region, daher spart man jetzt überall Strom, und unsere Stadt ist da keine Ausnahme.
Im Supermarkt wurde die Hälfte aller Lampen abgeschaltet.
Es gibt auch viele Einkaufsbeschränkungen [Rationierung?] (wie im Krieg!).
Wenn man Brot will, kann man nur zwei Laibe kaufen.
Leibe = bodies. Laibe = loaves (of bread).
Dosenlachs oder Thunfisch kann man auch nur zwei Stück kaufen. [Man kann auch nur zwei Dosen Lachs oder Thunfisch kaufen.]
Und auch nur zwei Schachteln Natto (eine Art japanischer Bohne).
Es fühlt sich seltsam an, vom Erdbeben in Japan auf französisch zu hören.
Man hat im Atomkraftwerk in Fukushima immer noch keinen Strom. [=they still don't have power in the nuclear power plant]. Oder meinst Du: Man produziert im Atomkraftwerk in Fukushima immer noch keinen Strom. [=they still don't make power in the nuclear power plant]. Which one?
Die Situation hat sich stabilisiert und das Schlimmste ist vorbei, aber man kennt nicht die Spätfolgen, was sehr nervtötend ist.
Mein Schwager (der Feuerwehrmann) ist von der Präfektur Miyagi nach Hause zurückgekommen.
Die Präfektur (w.)
Er (wie alle Feuerwehrmänner) trug ein Dosimeter, wenn er Überlebende suchte.
Ein Dosimeter (Strahlendosimeter) ist ein Gerät, das die in einem längeren Zeitraum aufgenommene Strahlung (=die Dosis) misst.
Ein Detektor (Strahlendetektor) misst die momentan abgegebene Strahlung.
Ich nehme an, es war eher ein Dosimeter, das er getragen hat, wenn er im verstrahlten Gebiet unterwegs war.
er/sie/es trägt, trug, hat getragen (unregelmäßiges Verb) = to carry
Glücklicherweise hatte er keine hohe Strahlenbelastung abbekommen.
Aber mein armer Schwager!
Er hat keinen Tag frei, um sich auszuruhen. ODER: Er hat keinen Tag Ruhe!
Er muß morgen (in unserer Stadt) weiterarbeiten.