Was ich an Slowenien mag, das ist wie hier alles erstaunlich einfac...

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Jul 26, 2017 02:12 #impbased #mariapetrova
Was ich an Slowenien mag, das ist wie hier alles erstaunlich einfach und demokratisch abläuft.

In der Mittagspause stand ich zusammen in einer Schlange für Schawarma mit einer Gruppe von Männern in teueren Anzügen von KPMG-Büro, ein paar Jugendlichen mit Skates, einem Arzt aus der lokalen Klinik und einem Obdachlosen, der in der Nähe vom Bahnhof haust.

In den Bars und Clubs wird von niemandem erwartet, dass man ein papageimäßiges Make-Up und ein Kleid im Stil von "Moulin Rouge" trägt. Turnschuhe und zerrissene Jeans sind ausdrücklich erlaubt.

Die Verkehrsregeln sind gleich sowohl für diejenigen, die einen teueren BMW als auch für diejenigen, die ein ausgeliehenes Fahrrad fahren.

Freitag Abend mit Freunden auf einer Bank im Park zu verbringen gilt als ganz normal für alle soziale Gruppen und es ist völlig okay mit jemandem ein Smalltalk anzufangen, der auf der Bank daneben sitzt. So etwas überrascht keinen und wird nur von sehr wenigen Menschen als belästigend empfunden.

Sich wohl zu fühlen fällt einem hier leicht. Man wird ausgesprochen selten als ein Fremder betrachtet. Wenn man nicht von hier kommt, bedeutet dies, dass man mit einem auf Englisch redet. Fertig. Das bleibt das Einzige, womit man sich von den Rest unterscheidet.

Ich kehrte nach einer zweiwöchigen Pause nach Ljubljana zurück. Und mir gefällt es hier (c).