Buch 06

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May 19, 2012 23:13
Nick McDonell - Zwölf

Die leere und zwecklose Leben in New York einer Gruppe reicher und vornehmener Schüler, erzählt des Blickwinkels eines tragischen aber gutherzig Kleindrogendealer - wahrscheinlich die coole Wunschfigur des Autors - , klingt nicht nach einer vielversprechenden Voraussetzung für ein unterhaltsames Lesen, inbesonders wenn es bald klar wurde, dass die Geschichte zwangläufig nach einem vorsehbaren Endpunkt gedrängt/getrieben wird.

Am Anfang fand ich die ständige Erwähnen der Klamottenmarken und Musikbanden irritieren, aber bald wurde das weniger aufdringlich. Man könnte es entweder als ein fauler Trick des Autors, um seinen Charakteren Personalitäten zu geben, oder eine realistische Ausdrücken des sinnlosen und verzweifelten Bedürfnis Teenagers nach Zugehörigkeit, Gruppeanerkennung und Konformität.

Im Allgemeinen, fand ich den Roman ziemlich unterhaltsam und habe mich selbst dabei überascht, dass ich am Schluss ganz bekümmert geworden war, vor dem Schicksal des jungen Protagonisten. (Nein, nicht Mollie auch! Warum??? Das Leben ist so unfair).

Der Titel des Romans ist der Name eines neuen Droges aber könnte auch eine Andeutung der emotionellen und seelischen Reife der (eigentlich älteren) Teenagers sein.

Ich fand es auch ganz tröstlich, eine der seltenen Geschichte Amerikaner Teenagers zu lesen, in der sie mehr (viel mehr!) Zeit mit dem Denken an Sex verbringen, als mit dem tatsächlichen Haben. (Wie uns normale Leute, allerdings, wie mich)