Buch 05

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May 19, 2012 00:57
Samantha Hunt - Nixenkuss

Ein junges Teenager wird in einem kleinen Hafendorf an der kalten, gewitterigen Küste in Amerikas hohen Norden erwachsen. Es fühlt sich anders als die andere Einwohner, vielleicht ist sie wirklich eine Nixe, wie sein lang verschwunden Vater damals sagte.

Sein einziger Freund ist ein alterer Mann, der im Krieg und zurück kehrt. Er ist (angeblich) schweigsamer geworden und trinkt. Er mag die Nixe wirklich, aber will keine intime Beziehung mit ihr.

Die Nixe verbringt viel mehr Zeit am Denken an diesen Mann, an ihren Vater, an ihre Freundlosigkeit und an ihres Gefühl von Anderssein, als tatsächlich Gesund ist. Sie versucht (vielleicht) Selbstmord zu begehen und (vielleicht) den Mann zu töten.

Obwohl ich den Stil und manche Themen in diesem Buch angenehm fand, fühlte ich mich schließlich unzufrieden. Mir war nie klar worden:
warum die Hauptfigur keine Freunde hatte, obwohl sie (außer Nixenfantasie) nett und normal schien;
warum sie (trotz Nixenfantasie) nur selten schwimmen ging;
warum sie ihren Zielmann für schweigsam hielt, obwohl er ganz gesprächig war.

Der großte Problem war, dass die Episoden von Nixenfantasien nie mit der Realität zusammenreimen konnten. Es ist schön, in diesem Typ von Geschichte, wenn man nie sicher sein kann, ob die Fantasie wirklich die Realität ist. In diesem Roman war jedoch ein solche zweideutiges Interpretieren nicht wirklich möglich. Die einzig möglich Erklärung war, dass das Mädchen wirklich wahnsinnig war.