Buch 02

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May 5, 2012 21:11
Alissa Walser - Immer Ich

Dieses Buch besteht auf eine Sammlung Erzählungen, die mir so wahr schienen, deren Einzelheiten, manchmal entscheidend, manchmal belanglos und ohne Folgerung, so perfekt beschrieben sind, dass ich kaum glauben kann, dass sie keine echte Episoden aus dem Leben des Autors sind. Im Allgemeinen mag ich Kurzgeschichten nicht, aber dieses Buch liest sich fast wie ein Roman, wenn auch etwas gestückelt.

Zuerst muss ich ein Geständnis machen. Ich habe der Typ des Gedächtnis, der sich nie an unwichtige Einzelheiten wie die Namen der Leute erinnerte. Ich bin fast sicher, dass die Namen der Protagonisten sich änderten, sogar einmal das Geschlecht, aber trotzdem kam es mir vor, als ob all die Erzählungen in Wirklichkeit von der selben Person, zu unterschiedlichen Phasen durch ihr Leben, handelten.

In der ersten Erzählung habe ich zuerst nicht verstanden, warum der Onkel immer die Aussprüche des Kinds mit "Immer Ich" unterbrach, bis es mir später eingafallen ist, dass er dem Kind der Benutzung von "man.." oder "es gibt..." korrigierte. Aber dieser Titel könnte auch an der autobiographischen Elementen des Buchs andeuten.

Und ein weiteres Geständnis. Obwohl das Sprachstil mir gut gefallen hat und ich die Sätze schön und poetisch gefunden habe, konnte ich nicht immer die Bedeutung darin ergreifen. Ich habe die Wörter über mich nur fließen lassen.

Obwohl ich verstehe warum Schriftsteller das tun, wurde ich irritiert von der sehr häufig Benutzung von englischen Sätzen, inbesonders in dem Kapitel, in der das Geschehen in New York stattfind. Darüberhinaus fang ich am Ende an, von der andauernden Geschichten von Beziehungen belangweilt zu werden.